DEMNÄCHST ONLINE

Dass es sich bei der Bodenreform um keine „Reform“, sondern um nichts anderes als um einen Landraub handelte, der einer den Kommunisten verhassten sozialen Schicht die Existenzgrundlage entziehen sollte, geht aus dieser Arbeit hervor.
Seinerzeit richtete sich die Propaganda der Ausführenden immer „nur“ gegen Adlige und so genannte Kriegsverbrecher. Wenn man die in dieser Arbeit enthaltenen Daten der betroffenen Besitztümer ab 100 ha Flächengröße (ca. 7500 solcher Besitztümer sind erfasst) auswertet, kommt man zu dem Schluss, dass ca. 85 % der Betroffenen keine Adligen, sondern Bürgerliche waren.
Das waren in der Regel größere Landwirte. Zahlreiche Adlige, denen man "Faschismus" und "Militarismus" unterstellte, waren Christen und entschiedene Gegner des Nationalsozialismus. Die Masse der damaligen Gutsarbeiter nahm die "Neubauernstellen" nur unter Zwang an, weil es ihnen zuvor auf den Gütern materiell besser ging.
Die Kommunisten schufen bewusst nicht überlebensfähige Kleinstwirtschaften, die später den Grundstock zur vollständigen Zwangskollektivierung der Landwirtschaft in der DDR 1960 bilden sollten. Nicht umsonst kamen nach der II. Parteikonferenz der SED 1952 aus den Reihen dieser Neubauern die ersten "Bitten" an die Parteiführung, Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaften (LPG) bilden zu dürfen. Auch dieser Prozess wurde von der Partei gezielt gesteuert.